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aschmann ruegge architekten ag versteht sich als ein innovativ denkendes Architekturbüro im Glarnerland. Seit 1999 plant und baut ein Team, von über zehn MitarbeiterInnen, individuelle Bauten auf unterschiedlichsten Meereshöhen, mit divergierenden Anforderungen und anspruchsvollen Nutzungen. Die sorgfältige Auseinandersetzung mit der Umgebung und das Einbetten in bereits bestehende Strukturen führen zu Resultaten, welche überzeugen.

aschmann ruegge architekten ag
kirchweg 82a
ch - 8750 glarus
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t +41 55 640 39 72

Schnitzel, Bits und Chips

Die Genossame Obstalden plant für die Gemeinde einen Wärmeverbund mit Holzschnitzelheizung einzurichten. Als physischer Ort für die Heizung und als sichtbares Objekt dient das neue Mehrzweckgebäude, welches durch die Genossame einerseits und durch die gl it GmbH anderseits, erstellt wird. 
Die Räume der Heizung bilden den talseitigen Gebäudesockel für die Gewerbenutzung der Webagentur gl it GmbH, welche die beiden oberen Stockwerke belegen wird. In einer ersten Nutzungsphase (5-10 Jahre) werden Erd- und Obergeschoss ausschließlich als Büroflächen von nicht störenden Dienstleistungsbetrieben genutzt. In einer weiteren Phase besteht die Möglichkeit eines oder auch beide Gewerbegeschosse zu Wohnzwecken um zu nutzen.
Gleichzeitig mit dem Mehrzweckgebäude wird die neue Erschliessungsstrasse erstellt. Die Erschliessung soll dem nördlich liegenden Bauland und Wohnquartier dienen aber auch die bisherige Einmündung der bestehenden Quartierstrasse in die Kerenzerbergstrasse entlasten.


Das Gebäude befindet sich an der Grenze der Kernzone von Obstalden. Es bildet damit dorfauswärts der Kerenzerbergstrasse den Abschluss des Dorfes. Auffallend ist die abfallende Topografie mit dem Ausblick Richtung Walensee und Churfirstenkette. 


Das Projekt nimmt Elemente der ortstypischen Häuser auf und wandelt diese in ein den zeitgemäßen Anforderungen sowie der Funktion entsprechendes Gebäude um. Der massive Sockel des Gebäudes nimmt die Holzschnitzelheizung auf. In den darüber liegenden Geschossen befinden sich Räume, die in erster Linie als Büro, je nach Angebot und Nachfrage aber auch zum Wohnen genutzt werden können. 
Das Haus ist somit eine Hybrid, der unterschiedliche Nutzungen aufnimmt. Es ist sowohl Heizung, Büro und auch Wohnraum. Dies spiegelt sich im Ausdruck des Gebäudes wieder, indem es eine reine nutzungsspezifische Zuordnung offen lässt. In einer ortstypischen Pragmatik wird eine Struktur gebaut, die verschiedene Nutzungen zulässt und sich auf jeden Fall mit dem Ort verbinden soll.
Sichtbar sind die technischen Funktionen – der große Kamin, sowie die Photovoltaikanlage die das Dach bildet.